Wolfsburg 1:2 Bayer Leverkusen Ein Topspiel zum
Einschlafen. Topspiel zumindest wenn die Leistungen der letzten Jahre
herangezogen. Diesmal empfing denn der Sechzehnte den Elften. Und Besserung ist
auch für die kommenden Wochen keine in Sicht. Zumindest in der Autostadt. Auch
nach der Entlassung von Dieter Hecking stockt der Motor. Die Wölfe agierten
über 90 Minuten wie dressierte Hunde. Besonders mit dem aggressiven
Angriffspressing ihrer Gäste hatten die Hausherren zu Beginn ihre liebe Not. Gefährlich
wurde die Truppe von Interimscoach Ismael nur, wenn sie den Ball hinter die
Leverkusener Abwehr beförderte. So gelang auch der Wolfsburger Führungstreffer.
Leverkusen attackiert im Mitteldrittel zu zögerlich, Wolfsburg gelingt auf
Grund des geringen Druckes der lange Ball hinter die Abwehr. Den Rest trägt ein
indisponierter Jedvaj bei, der das Abwehrzentrum völlig frei gibt. Arnold
verwertet die Hereingabe.
Im zweiten Durchgang stellen die Wolfsburger das
Fußballspielen komplett ein. Ihnen gelingt nur noch ein mickriger Torschuss. Außerdem
kommen bei Wolfsburg nur unterirdische 68 Prozent der Pässe beim Adressaten an,
bei Leverkusen sind es auch nur 73 Prozent. Zahlen, welche das Spielniveau
ausgiebig beschreiben. Leverkusen übernimmt den dominierenden Part in einer faden
Partie mit zwei verunsicherten Teams und kommt in der Folge zu weniger
Pressingmöglichkeiten. Über Mehmedi und Kampl rollen die Angriffe der Gäste, in
Bedrängnis geraten die Wölfe aber nur wenn Bayer mit Tempo in die Tiefe spielt.
Ansonsten darben die Gastgeber ihr Dasein als brave Schoßhündchen denn als
bissige Wachhunde. Solange der Raum vor dem eigenen Tor besetzt, scheint alles in
Ordnung. Druck auf den ballführenden Leverkusener scheint an diesem
Samstagnachmittag kein Teil der Wolfsburger Abwehrarbeit. Leverkusen wiederum,
wirkte mit der Spielgestaltung überfordert. Dennoch dringen die Gäste immer
wieder über die Flügel in den Strafraum ein. So gelingt schließlich der
Ausgleich durch Mehmedi. Kurz später trifft Jedvaj zum 1:2 womit Bayer bereits
zum dritten Mal in dieser Spielzeit ein Match dreht. Gegen einschläfernde
Wölfe.